Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse: Weltrekord oben ohne

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Der Bugatti Veyron 16.4-Roadster ist neuer Weltmeister: 408,84 km/h lautet die zukünftige High-Speed-Messlatte für straßenzugelassene Cabriolets. Ein klares Ausrufezeichen in Richtung Hennessey: So hatten die Texaner erst kürzlich versucht, dem geschlossenen Veyron sein Weltmeistertitel aus dem Jahr 2010 streitig zu machen.

Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse

Von der orange-schwarzen Rekord-Edition des Veyron wird es acht Exemplare geben.
© Bugatti, Credit Dominic Fraser

Ein Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse hat jetzt einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord für offene Serienwagen aufgestellt. 408,84 km/h zeigten die Messinstrumente der TÜV-Prüfer an: Die schnellste Geschwindigkeit, die bei einem Serien-Roadster je gemessen wurde. Auf dem VW-Prüfgelände in Ehra-Lessingen, wo auch das Coupé vor knapp drei Jahren den High-Speed-Thron bestieg, fuhr der chinesischen Rennfahrer Anthony Liu den Bugatti Veyron Grand Sport am Vormittag des 11. April 2013 zum neuen Tempo-Titel.

Schnellster Roadster der Welt

Schon seit dem Frühjahr 2012 ist der Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse auf dem Markt. Ab sofort darf er sich schnellster Roadster der Welt nennen. Für die Meisterschaftsfahrt designte Bugatti extra eine Special-Edition in orange-schwarz. Der Bicolor-Look findet sich dabei sowohl in der Lackierung als auch im Innenraum wieder.

Der Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse feierte auf dem Genfer Autosalon im März 2012 seine Weltpremiere. © BugattiSocial

Wie ihr Standard-Vetter verfügt auch die Rekord-Ausführung über einen 8-Liter-W16-Motor, der mit einem Drehmoment von 1500 Nm (bei 3000 bis 5000/min) satte 1.200 PS an Leistung auf den Asphalt bringt. Acht Exemplare des High-Speed-Cabrios wird es geben, knapp 2 Millionen Euro netto soll der offene Supersportwagen kosten.

Premiere feiert das Weltmeister-Fahrzeug des Bugatti Veyron 16.4 zurzeit auf der Auto Shanghai 2013. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist allerdings kein Zufall, sondern ein klares Zeichen in Richtung Hennessey Performance Engineering: Die texanische Tuningfirma hatte erst kürzlich den Weltmeistertitel des Bugatti-Coupé von 2010 infrage gestellt.

Hennessey Venom GT auf dem Testgelände

Mit 427,6 km/h Spitze beansprucht die Tuning-Firma Hennessey den Weltmeistertitel für ihren Venom GT. © Hennessey Performance

Titel des Bugatti Veyron 16.4 Super Sport ist auch weiterhin gültig

Fast drei Jahre ist es her, dass ein Bugatti Veyron 16.4 Super Sport mit 431 km/h einen neuen High-Speed-Rekord für straßenzugelassene Sportwagen aufstellte. Doch der US-amerikanische Tuner Hennessey beanspruchte den Titel jetzt für seinen Venom GT. So besagen die Guinness-Regularien, dass ein Rekordfahrzeug zu 100 Prozent identisch mit der Serienversion sein muss. Im Fall des Veyron Super Sport jedoch trifft dies nicht zu, wie die Texaner kürzlich bemängelten. So wurden die fünf verkauften Veyron-Modelle aus Sicherheitsgründen elektronisch auf 415 km/h abgeriegelt. Laut der Venom-Entwickler ein klarer Verstoß gegen die Richtlinien.

Rückansicht des Bugatti Veyron Roadsters

Der neue Tempo-Rekord wurde auf der VW-Teststrecke in Ehra-Lessingen aufgestellt.
© Bugatti, Credit Dominic Fraser

Doch der Veyron Super Sport darf seinen Titel behalten. Dies entschied die Prüfungs-Kommission von Guiness-World-Records jetzt mit der Begründung, dass der Einbau eines elektronischen Begrenzers keine Änderung der Fahrzeug- oder Motoreigenschaften darstellt. Überdies hätte Hennessey die 427 km/h Spitze des Venom GT noch amtlich bestätigen lassen müssen, um den 1.260-PS-Edelflitzer ins Buch der Rekorde eintragen zu können. Damit ist der Veyron jetzt offiziell zweifacher Weltmeister. Und die entsprechende PR-Kampagne gab es dank des texanischen Putsch-Versuches gleich noch kostenlos obendrauf.

1 Kommentar

  • Bevy

    Wie kann die technische Höchstgeschwindigkeit laut Datenblatt bei 410 km/h liegen, wenn bei der Weltrekordfahrt nur 408 km/h erreicht werden? Und dass man für einen Weltrekord perfekte äußere Bedingungen schafft, versteht sich ja wohl von selbst.

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