Ölstand messen – Eine einfache Anleitung

Der Ölstand sollte regelmäßig überprüft werden – sonst kann der Motor Schaden nehmen. Hier finden Sie eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie den Ölstand messen und bei Bedarf Öl nachfüllen.

Ölstand-Messung beim Auto

Der Ölstand lässt sich mit dem Peilstab überprüfen.

Mit zu wenig Öl zu fahren, schadet über kurz oder lang dem Motor. Schlimmstenfalls kann ein zu niedriger Ölstand sogar einen Totalschaden zur Folge haben. Daher sollten Sie in regelmäßigen Abständen den Ölstand messen – und zwar nicht erst, wenn das Warnlämpchen anfängt zu blinken, denn dann ist es oft schon zu spät. Im Idealfall kontrollieren Sie bei jedem Tankstellenstopp auch gleich den Ölstand mit – mindestens jedoch bei jedem dritten.

Erst fahren, dann messen

Bevor Sie sich also daran machen, den Ölstand zu messen, sollte das Auto mindestens 10 km gefahren sein, damit der Motor warmgelaufen ist. Parken Sie das Fahrzeug dann auf einem vollkommen ebenen Untergrund – also nicht etwa am Berg. Andernfalls ist die Anzeige nicht zuverlässig. Verfügt Ihr Auto über einen Bordcomputer mit Ölstandsanzeige, können Sie diese nach einer Wartezeit von circa fünf Minuten einfach aufrufen. Doch auch ohne Hilfe vom Computer ist der Ölstand schnell gemessen. Folgen Sie dazu diesen Schritten:

  1. Öffnen Sie die Motorhaube. Der Entriegelungshebel befindet sich seitlich unter dem Lenkrad. Vorsicht: Halten Sie die Haube nicht mit der Hand auf, sondern verwenden Sie die dafür vorgesehene Stange.
  2. Warten Sie einige Minuten ab – so kann das warme Öl in die Wanne laufen und sich dort sammeln.
  3. Ziehen Sie den Peilstab heraus und säubern Sie ihn mit einem trockenen Tuch aus fusselfreiem Material (z. B. einem Taschentuch). Der Peilstab hat meist einen ringförmigen Griff in einer auffälligen Farbe wie gelb oder orange.
  4. Stecken Sie den sauberen Peilstab wieder ganz ein.
  5. Ziehen Sie ihn erneut heraus und prüfen Sie, bis wohin der goldene oder schwarze Ölfilm reicht. Ist er unter der Mindestmenge, zu erkennen an der Markierung auf dem Stab, öffnen Sie den Verschluss und füllen nach. Nehmen Sie jedoch nicht einfach irgendein Öl, sondern halten Sie sich an die vom Hersteller für Ihr Fahrzeug festgelegten Spezifikationen.

Unser Tipp

Bestellen Sie neues Motoröl schon im Voraus und nicht erst, wenn es zu spät ist – dann haben Sie für den Notfall einen Kanister des passenden Motoröls dabei. Günstige Angebote sämtlicher Marken, Qualitäten und Spezifikationen können Sie hier online vergleichen und direkt bestellen.

Ölstand beim Nachfüllen regelmäßig messen

Wenn Sie Öl nachfüllen, sollten Sie nicht zu viel auf einmal hineingeben. Überprüfen Sie zwischendurch immer wieder, wie der Stand ist, damit Sie nicht über die Höchstmenge hinauskommen. Versuchen Sie lieber nicht, haargenau die Maximalmarkierung zu erreichen – denn dann ist Überfüllung vorprogrammiert. Haben Sie doch zu viel Öl nachgefüllt, saugen Sie das überschüssige Öl ab – denn zu viel Öl ist genauso schlecht für den Motor wie zu wenig. Setzen Sie sich im Zweifelsfall mit einer Werkstatt in Verbindung und verzichten Sie erst einmal auf weitere Fahrten, bis das Problem gelöst ist.

Fazit

Sowohl zu viel wie zu wenig Öl kann dem Motor Ihres Fahrzeugs erheblichen Schaden zufügen. Daher sollte in regelmäßigen Abständen der Ölstand gemessen werden– bei jedem 3. Tankstellenstopp ist eine gute Regel. Dies funktioniert ganz einfach entweder per elektronischer Messung und Anzeige oder per Hand mit dem Peilstab. Achten Sie beim Nachfüllen sowohl auf die Wahl des richtigen Öls wie auf die Einhaltung der Höchstmenge.

Autorin: Irma Hollander

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