Teil 2: Alufelgen grundieren und lackieren | 1 2

Alufelgen-Reparatur: So lassen sich Kratzer und Dellen einfach beseitigen

Besonders im Stadtverkehr sind Beschädigungen an den Felgen keine Seltenheit. Bordsteine und Straßenschmutz verursachen schnell Kratzer, Kerben oder Dellen. In vielen Fällen jedoch lässt sich eine Alufelgen-Reparatur ohne größeren Aufwand durchführen. Wie Sie kleinere Schäden selbst beheben können und wann Sie lieber eine professionelle Werkstatt aufsuchen sollten, lesen Sie hier.

Alufelgen reparieren
Felgen sollten regelmäßig gereinigt und auf Schäden kontrolliert werden.

Kleinere Schäden an den Alufelgen sind nicht nur optisch ein Ärgernis. So können aus Kratzern schnell Haarrisse entstehen, die sich nicht mehr beheben lassen. Zudem mindern schadhafte Felgen den Wert Ihres Fahrzeugs. Daher sollten Alus regelmäßig gesäubert und auf Beschädigungen und Korrosionsstellen untersucht werden. Insbesondere nach Bordsteinberührungen, schlechtem Wetter oder Fahrten auf salzigen oder steinigen Untergründen ist eine Kontrolle stets sinnvoll.

Felgen reparieren durch Teillackierung

Finden sich Abschürfungen, Beulen oder Korrosionsschäden an den Alufelgen, ist die Reparatur in Form einer Teillackierung zumeist die beste Lösung. Beim sogenannten Smart-Repair-Verfahren (auch als Spot-Repair bezeichnet) wird die schadhafte Stelle geglättet und lackiert. Mit handelsüblichen Reparatursets kann eine solche Aufarbeitung auch selbst durchgeführt werden.

Anleitung zur Smart-Repair-Felgenreparatur

1. Reinigung

Schadhafte Stelle mit Nitroverdünnung gründlich reinigen (nur so lässt sich die tatsächliche Schadengröße exakt erkennen). Danach muss die Oberfläche vollständig trocknen.

2. Anschleifen

Fehlerhafte Oberfläche mit gröberem Papier (P220 bis P240) vorschleifen und mit feinerem Papier (P320 bis P360) nachschleifen.

3. Reinigung

Der Bereich muss nun erneut gereinigt werden. Nach dem Trocknen gilt es, sämtlichen Staub gründlich zu entfernen. Dies kann durch Abpusten oder Absaugen (mit Gebläse oder Staubsauger) geschehen.

4. Abkleben

Alle angrenzenden Bereiche sind nun sorgfältig mit Tape abzukleben. Insbesondere die Oberfläche des Reifens ist penibel zu schützen, da sie durch versehentliches Anschleifen oder durch  aufgesprühten Lack nachhaltig Schaden nehmen kann.

5. Spachteln

Die schadhafte Stelle wird jetzt mit Reparaturspachtel gefüllt und geglättet. Hierbei sind unbedingt die Anweisungen in der Anleitung des Reparatursets zu befolgen, da die Spachtelmasse zumeist aus mehreren Komponenten nach einem exakten Verhältnis gemischt  werden muss. Gegebenenfalls ist es auch erforderlich, zusätzlich einen Verhärter aufzusprühen.

6. Aushärten lassen

Der aufgetragene Spachtel muss gründlich aushärten. Hierbei besser zu lange als zu kurz warten! Darum gilt auch hier, exakt die Anweisungen in der Packungsbeilage der Spachtelmasse zu befolgen.

Achtung

Für polierte Felgen, verdichtete Felgen und Chromfelgen ist eine Reparatur per Smart-Repair nicht möglich!

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Autor: Henrik Lode

© Foto: iStockphoto.com / vicnt

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