Felgenbezeichnung verstehen: alle Kenngrößen im Überblick

Felgenbezeichnungen
Die passende Felge wird anhand der Felgenbezeichnung ermittelt.

Die Felgenbezeichnung verrät, ob eine Felge für ein Fahrzeug verwendet werden darf. Wer andere Größen fahren möchte, muss die einzelnen Kennziffern der Felgenbeschriftung kennen, um die Zulässigkeit der neuen Räder zu überprüfen. Doch welche Werte sind hierbei verbindlich und welche dürfen variieren?

Wie alle Bauteile eines Autos sind auch die Felgen genormt. Um die vielen verschiedenen Maße, Bauweisen und Ausführungen exakt voneinander abzugrenzen, existiert für jedes Modell eine eindeutige Felgenbezeichnung.

Diese ist als Ziffern- und Buchstabenfolge im Bereich der Radnabenbohrung oder auf einer der Speichen eingestanzt. Jedes Fahrzeug darf nur mit bestimmten Felgendimensionen gefahren werden. Welche dies sind, schreibt der Hersteller anhand der zulässigen Felgenbezeichnungen vor. Wer passende Felgenmodelle zu günstigen Preisen finden möchte, kann hier einen unabhängigen und kostenlosen Preisvergleich durchführen.

Die einzelnen Werte der Felgenbezeichnung

Eine typische Felgenbezeichnung hat den folgenden Aufbau:

7,5 J x 15 H2 ET 30 LK 5x120

Die Buchstaben und Ziffern geben dabei exakt Auskunft über Bauweise, Größe und Beschaffenheit einer Felge. Im Einzelnen haben die Kennzahlen folgende Bedeutungen:

  • 7,5: Breite der Felge in Zoll (Maulweite)
  • J: Kennzeichen für die Beschaffenheit des Felgenhorns (Felgenkontur)
  • x: Kennbuchstabe für den Aufbau der Felge (hier: Tiefbettfelge)
  • 15: Felgendurchmesser in Zoll
  • H2: Ausführung des Felgenbettes (hier: Doppelhump-Bauweise)
  • ET 30: Einpresstiefe in Millimeter
  • LK 5x120: Durchmesser und Beschaffenheit des Lochkranzes (hier: 5 Bohrungen für Radbolzen bei einem Kranzdurchmesser von 120 Millimetern)

Kann ich auch Räder mit abweichenden Felgenbezeichnungen montieren?

Felgengroesse
Die Felgenbezeichnung findet man in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs.
Die Felgenbezeichnung verwendeter Räder muss stets mit den Vorgaben des Fahrzeugherstellers übereinstimmen. Welche Felgendimensionen für ein Fahrzeug zugelassen sind, steht in der Bedienungsanleitung. Weichen die Werte der Felgenbezeichnung ab, muss einerseits geprüft werden, ob die neuen Räder sich überhaupt am Fahrzeug montieren lassen, andererseits ist durch eine Hersteller- oder TÜV-Zulassung die Fahrsicherheit zu garantieren.

So müssen beispielsweise Radnabenbohrung, Lochkreisdurchmesser und Anzahl der Schraubenlöcher exakt zur Nabe des Fahrzeugs passen. Andererseits lässt sich eine Felge nicht fachgerecht und sicher befestigen.

(Ausnahme: Manche Abweichungen von Lochkreisdurchmesser und Lochanzahl lassen sich durch spezielle Adapterplatten ausgleichen. Hierbei sind jedoch unbedingt längere Schrauben zu verwenden, da sonst die notwendige Einschraubtiefe nicht erreicht wird.)

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Einpresstiefe. Wird sie falsch gewählt, können negative Auswirkungen auf Spurweite und Lenkgeometrie eines Fahrzeugs resultieren.

Fazit

Die exakte Felgenbezeichnung ist beim Kauf neuer Räder unbedingt zu beachten. Zudem müssen alle Kfz-Anbauteile eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) besitzen. Erfüllen neue Felgen eines dieser Kriterien nicht, ist eine separate Zulassung durch den TÜV erforderlich. 

Autor: Henrik Lode

© Foto: iStockphoto.com / gaazsi

Zur klassischen Website

Newsletter-Anmeldung

Ihre Nachricht wurde gesendet. Unser Operator wird Sie umgehend kontaktieren