Reifenbezeichnungen verstehen: Alle Infos im Überblick

Wer sich neue Reifen zulegen möchte, benötigt die exakte Reifenbezeichnung für sein Fahrzeug. Diese lässt sich an der Flanke des Rades ablesen. Doch was genau bedeuten die einzelnen Ziffern und Buchstaben eigentlich?

An der Seitenwand eines jeden Autoreifens lassen sich unterschiedliche Kennzahlen ablesen. Diese informieren über die Abmessungen, die Bauart, die Belastbarkeit und die Höchstgeschwindigkeit eines Reifens.

Die Reifenbezeichnung besteht aus einer Kombination von Zahlen und Buchstaben.

Entsprechend der EU-Norm ECE-R 30 sieht eine solche Beschriftung wie folgt aus:

185/60 R15 H84

Die verschiedenen Ziffern und Buchstaben der Reifenbezeichnung haben folgende Bedeutungen:

  • 185 - Reifenbreite (breiteste Stelle des unbelasteten Reifens in Millimeter)
  • 60 - Profilquerschnitt (Verhältnis von Höhe der Flanke zu Breite der Lauffläche in Prozent)
  • R - Reifenbauart (wobei das R für Radialreifen steht)
  • 15 - Felgendurchmesser (Reifeninnendurchmesser von 15 Zoll)
  • H - Geschwindigkeitsindex (maximal zulässige Fahrgeschwindigkeit des Reifens, wobei H für eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h steht)
  • 84 - Tragfähigkeitsindex (maximale Achslast je Reifen in Kilogramm)

Reifenbreite, Profilquerschnitt und Durchmesser der Felgen bilden hierbei die Reifengrößenbezeichnungen, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex ergeben die Betriebskennung.

Welche Reifenarten für Ihr Auto zulässig sind, ist im Fahrzeugschein (beziehungsweise für neuere Fahrzeuge im ersten Teil der Zulassungsbescheinigung) vermerkt. Beim Kauf muss auf die exakte Reifenbezeichnung geachtet werden, da sonst die Betriebserlaubnis für ein Auto erlöschen kann. Um günstige Angebote für eine bestimmte Reifendimension zu finden, ist ein Online-Preisvergleich zu empfehlen. Aktuelle Reifenmodelle aller gängigen Hersteller können Sie hier miteinander vergleichen und direkt preiswert bestellen.

Was lässt sich noch anhand der Reifenbezeichnungen ablesen?

Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke)
Das Alpine-Symbol bescheinigt einem Winterreifen eine hohe Traktion auf Eis und Schnee.

Neben den genannten Informationen zur Dimension des Reifens und verschiedenen Herstellercodes und -angaben (wie Fertigungsdatum oder Produktionsland) gibt es die folgenden wichtigen Reifenbezeichnungen:

  • M+S („Matsch und Schnee“) ist die Kennzeichnung für Winterreifen. Da jedoch auch viele Ganzjahresreifen dieses Zeichen tragen, sollte bei Winterbereifung zusätzlich auf das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) geachtet werden.
  • Ein Laufrichtungspfeil gibt die Richtung an, in welcher der Reifen zu montieren ist. Insbesondere bei Winterreifen ist die Laufrichtung extrem wichtig. Würde ein Reifen falschherum aufgezogen, könnte bei Nässe das Wasser nicht richtig abgeleitet werden. Grip-Verlust und Bremswegverlängerung wären die Folgen.
  • TWI (Tread-Wear-Indicator) bezeichnet Stellen, an welchen sich erkennen lässt, wann die Profilabnutzung so weit fortgeschritten ist, dass der Reifen laut StVO nicht mehr gefahren werden darf (ab 1,6 Millimetern Profiltiefe).

Darf ich Räder unterschiedlicher Art kombinieren?

Laut Gesetzgeber sind eine gleichzeitige Nutzung von Radial- und Diagonalreifen sowie die Kombination unterschiedlicher Radgrößen nicht zulässig. Die Mischbestückung von Sommer- und Winterbereifung dagegen ist nicht untersagt. Gleiches gilt für die Bestückung mit verschiedenen Reifenmodellen und/oder -profilen. Der ADAC rät jedoch aufgrund der unterschiedlichen Fahr- und Bremseigenschaften davon ab, solche Kombinationen zu fahren. Zumindest pro Achse sollten Sie stets Reifen mit gleicher Bezeichnung verwenden.

Autor: Henrik Lode

© Video: Youtube / walterschalk

© Foto: Wikimedia / Ghw

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