Das Reifenprofil sorgt für eine optimale Verbindung zur Straße

Sommer- und Winterreifen müssen sehr verschiedene Anforderungen erfüllen. Insbesondere das Reifenprofil ist für die Funktionstüchtigkeit entscheidend. Lesen Sie hier, welche Unterschiede bestehen und wieso ein Wechsel von Sommer- und Winterbereifung unbedingt erforderlich ist.

Reifenprofil von Winterreifen
Das Reifenprofil sollte regelmäßig gemesssen werden.

Als Reifenprofil wird die strukturelle Beschaffenheit der Reifenoberfläche (Lauffläche) bezeichnet. Die Lauffläche stellt den direkten Kontakt zum Untergrund her und entscheidet somit über Haftung und Fahrverhalten eines Fahrzeugs. Das Reifenprofil setzt sich dabei aus folgenden Bestandteilen zusammen:

  • Profilblöcke
  • Profilrippen
  • Profilrillen
  • Profillamellen

Als Lamellen werden kleine Einschnitte in den Profilblöcken bezeichnet. Zwischen den Blöcken befinden sich Freiräume, die Profilrillen. Sind mehrere Blöcke aneinandergereiht, wird von einer Profilrippe gesprochen.

Das Reifenprofil muss der Jahreszeit angepasst werden

Das Reifenprofil von Sommer- und Winterreifen ist für spezielle Aufgaben optimiert. Sommerreifen müssen vorrangig gute Brems- und Laufeigenschaften auf trockenen und nassen Untergründen aufweisen. Insbesondere gilt es, Aquaplaning zu vermeiden, wofür der sogenannte Wischkanteneffekt sorgt. Bei Winterreifen geht es in erster Linie um eine gute Haftung bei Schnee und Schneematsch. Hier wiederum spricht man vom Griffkanteneffekt.

In den Einzelheiten des Reifenprofils lassen sich die Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreifen erkennen. Die Lauffläche eines Sommerreifens enthält viele Profilblöcke, die über Wischkanten vorn und härtere Haftungsflächen dahinter verfügen. Damit funktionieren sie wie kleine Scheibenwischer. So wird gewährleistet, dass bei Regen eine fortwährende Bodenhaftung besteht.

Winterreifen dagegen besitzen zahlreiche Lamellen (Einschnitte in den Profilblöcken). Sie bilden eine Vielzahl von Griffkanten, die dem Reifen auch auf rutschigen Untergründen genügend Grip verleihen. Hinzu kommen breite Profilrillen. In ihnen kann sich Schnee sammeln, wodurch die Reibung mit dem Schnee des Untergrundes erhöht wird.

Auf angemessene Reifenprofiltiefe achten

Obwohl die gesetzlich vorgeschriebene Mindesttiefe eines Reifenprofils hierzulande nur 1,6 Millimeter beträgt, raten Experten dazu, die Bereifung schon frühzeitiger auszumustern (Sommerreifen bei 3 Millimetern und Winterreifen bei 4 Millimetern Profiltiefe). So versteifen die Profilblöcke einer Lauffläche, wenn sie zu dünn werden. Die schwindende Elastizität sorgt insbesondere bei Winterreifen für eine signifikante Verschlechterung der Straßenhaftung. Im Fall von Sommerreifen geht ein schwindendes Profil mit einer wesentlich geringeren Ableitungskapazität für Wasser einher. Damit steigt das Risiko für Aquaplaning. Daher sollten Reifen rechtzeitig gewechselt werden. Hochwertige Neureifen können Sie hier auf Reifen.de kostenlos miteinander vergleichen und sich bequem und sicher zum günstigsten Händler weiterleiten lassen.

Fazit

Das Reifenprofil bildet die Verbindung zwischen Fahrzeug und Straße. Funktioniert diese Verbindung nicht optimal, büßt ein Auto seine Brems- und Hafteigenschaften ein. Daher sollten stets der Jahreszeit angepasste Reifen verwendet und deren Profiltiefe regelmäßig überprüft werden.

Autor: Henrik Lode

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