Gibbs Quadski – mit 72 km/h über Land und Wasser

Gibbs Quadski – mit 72 km/h über Land und Wasser

Das Quadski ist das bisher schnellste Wasserfahrzeug, welches mit einer Straßenzulassung in den Verkauf geht. Der inzwischen neunte Prototyp des Erfinders Alan Gibbs soll nun endlich die Reihe der wirtschaftlichen Fehlschläge im Hause Gibbs beenden und sich als Serienmodell durchsetzen.

Knapp fünf Sekunden benötigt das Quadski, um sich in ein Wasserfahrzeug zu verwandeln. Per Knopfdruck werden Reifen und Felgen hochgeklappt und ein Jet-Ski-Antrieb in Gang gesetzt. Sowohl zu Wasser als auch an Land erreicht das neue Gefährt von Alan Gibbs dann Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 72 km/h. Ein Motorrad-Motor (1,3 Liter, 4 Zylinder, 175 PS) der BMW-AG ist es, der den knapp 600 Kilogramm schweren Mischling aus Quad und Jet-Ski antreibt. Mit seiner Länge von nur 3,20 Meter ist das Amphibienfahrzeug klein und wendig, wodurch es sich laut Gibbs sowohl für „Sportbegeisterte“ als auch für die Nutzung durch „Strafverfolgungsbehörden, Ersthelfer und andere Gewerbetreibende“ eignet.

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Das Quadski ist Gibbs‘ neunter Versuch

Das Quadski ist der inzwischen neunte Prototyp, den das Unternehmen Gibbs Sports Amphibians im Bereich der Amphibienfahrzeuge entwickelt. Mehr als 200 Millionen Dollar und 15 Jahre Arbeit stecken in dem wassertauglichen Einsitzer, der diesen November - pünktlich zum 73. Geburtstag des neuseeländischen Firmengründers - am US-amerikanischen Markt in den Verkauf geht. Über 300 Patente hat der Hersteller inzwischen für die Entwicklung von Amphibienfahrzeugen angemeldet. Der wirtschaftliche Erfolg blieb bislang jedoch aus. Dem Vorgänger des Quadskis, einer Mazda-Variation namens Aquada, war aufgrund fehlender Airbags die Straßenzulassung verweigert worden. Das Quadski dagegen fällt laut Gesetz in das Segment „Geländefahrzeuge/Offroad“, wodurch viele Auflagen, die für andere Kraftfahrzeuge gelten, wegfallen.

Eine neue Art der Fortbewegung

Als „völlig neue Art der Fortbewegung“ bezeichnet Alan Gibbs das neue Amphibienfahrzeug. Geschaffen „für alle Naturliebhaber, Offroad-Reisende, Jäger und Fischer“ bietet es „eine Kombination aus Leistung, Sicherheit, Komfort und Vielseitigkeit, die nie zuvor zur Verfügung stand.“

Die Markteinführung in Europa ist für 2014 geplant. Dann soll das Quadski auch hiesigen Käufern in rot, gelb, blau, silber und schwarz zur Verfügung stehen. Ob sich das neue Gefährt jedoch als Serienmodell durchsetzen kann oder lediglich als ein weiteres teures Spielzeug für vermögende Abenteuerlustige in die Gibbs-Historie eingehen wird, bleibt abzuwarten. Ausschlaggebend hierfür wird letztlich die Bereitschaft der von Gibbs beschworenen Naturliebhaber sein, für das neue Fortbewegungserlebnis den recht stolzen Unkostenbeitrag von 30.000 Euro zu investieren.

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