Teil 1: Anhalteweg und Bremsweg berechnen | 1 2

Wie im LKW-Bremstest des ADAC die Verzögerungsleistungen von Fahrzeugen getestet werden, zeigt das Video.

Reifenzustand ist wichtiges Kriterium

All diese Zahlen gelten für einen wachen und reaktionsschnellen Fahrer ebenso wie für eine fehlerfrei funktionierende Bremsvorrichtung und funktionstüchtige und hochwertige Reifen. Ob ein Reifen allerdings solche Bremswege ermöglichen kann, hängt in erster Linie von seiner Materialzusammensetzung und der Profilbeschaffenheit ab. So müssen Sommerreifen sowohl auf Nässe und Trockenheit gut funktionieren, Winterreifen dagegen vor allem auf Schnee, Matsch und Eis.

Premiumhersteller wie Continental oder Pirelli profitieren bei der Herstellung ihrer Materialmischungen von Erfahrungen aus dem Motorsport (wo eine optimale Bremsperformance von größter Wichtigkeit ist). Dementsprechend bieten Produkte unbekannterer Fabrikanten zumeist etwas schlechtere Werte bezüglich ihres Bremsweges, was sich auch seit Jahren in den etablierten Reifentests widerspiegelt. Dafür jedoch sind die Pneus aus der zweiten Reihe zumeist etwas günstiger. Um sich beim Reifenkauf für das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis zu entscheiden, sollten Sie daher im Vorfeld stets einen unabhängigen Produkt- und Preisvergleich zurate ziehen.

Fazit

Der Anhalteweg eines Fahrzeugs hängt zum Großteil vom Zustand der Reifen ab. Neben der fabrikationsbedingten Qualität der Bereifung sind auch die Profiltiefe und das Reifenalter ausschlaggebend. Sind Reifen zu lange in Benutzung, verhärtet der Gummi und der Grip lässt nach. Experten empfehlen hierbei ein Maximalalter von acht Jahren. Die Profile sollten dabei nicht weiter als bis 3 mm (Sommerreifen) beziehungsweise 4 mm (Winterreifen) abgefahren werden. Nur auf diese Weise lassen sich kurze Bremswege und damit eine sichere Fahrt garantieren.

Teil 1: Anhalteweg und Bremsweg berechnen | 1 2

Autor: Henrik Lode

© Video: YouTube / Fahrsicherheitszentrum ADAC Hansa Lüneburg