Der neue Smart Fortwo heißt „Forvision“

Für die neue Generation des Smart Fortwo holt sich die Daimler AG den Konzern BASF mit ins Boot. Das Ergebnis ist der neue Smart Forvision. 2014 soll das elektrische Kunststoffauto voraussichtlich bei uns auf den Markt kommen.

Über 14 Jahre ist jetzt her, dass der Smart Fortwo das Kleinwagensegment revolutionierte. Nach Brabus, Smart K, Cabriolet, 451, Elektro-Smart und produktionstechnischen Ausflügen ins Fahrradsegment (Electric Bike „Pedelec“) soll der Forvision nun völlig neue Maßstäbe setzen. Schon die schnelle Entwicklung der drei Generationen des Smart Fortwo Electric Drive zeigten, dass Daimler auf seinem Weg zum ökologischen Stadtverkehr keine Zeit verlieren möchte. Dies zeigt auch die zunehmende Verwendung von Elektro-Smarts für den firmeneigenen Carsharing-Dienst car2go.

Solarzellen, Kunststoff und Lichtschutzfaktor

Drei technologische Schwerpunkte sind es, die Daimler und BASF in ihrem neuen Concept-Car verbinden.

1.      Elektrische Energieeffizienz

Im Dach des Smart Fortwo-Nachfolgers befinden sich Solarzellen. Diese sorgen im Innenraum sowohl für die Belüftung (über Ventilatoren) als auch die Beleuchtung (durch organische LEDs).

2.      Multifunktionaler Leichtbau

Die Metallbauteile der Smart Fortwo-Karosserie wurde beim neuen Modell fast ausnahmslos durch faserverstärkten Kunststoff ersetzt. Neben höherer Atmungsaktivität, angenehmerer Haptik und den vielen designtechnischen Möglichkeiten spielt insbesondere die Reduzierung des Gewichts eine entscheidende Rolle. Je weniger ein Auto wiegt, desto geringer ist die benötigte Antriebsenergie. Und gerade im Bereich der Elektromobilität ist die Reichweite von Fahrzeugen eine der wichtigsten Eckdaten.

3.      Ganzheitliches Temperaturmanagement

Sowohl Verglasung als auch Lackierung reflektieren aufgrund ihrer besonderen Materialzusammensetzung das Infrarotlicht der Sonne in hohem Maße. Durch diesen „Lichtschutzfaktor“ bleibt der Innenraum des Smart Forvision im Sommer kühl und kann im Winter sehr gut die Wärme speichern.

Nach Smart Fortwo ein weiterer Verkaufsschlager?

Nicht jede Smart-Generation war ein so großer Erfolg wie der Fortwo. Die Produktion des Smart Fourfour etwa musste schon nach zwei Jahren aufgrund schlechter Absatzzahlen wieder eingestellt werden. Um hier einen Produktionsstart so einfach wie möglich zu gestalten, wurden alle Bauteile (wie beispielsweise die glasfaserverstärktem Felgen aus Kunststoff) seriennah entwickelt. Ob sich der Forvision allerdings bei den Kunden durchsetzen kann, wird zum großen Teil vom Anschaffungspreis abhängen. Zudem schläft auch die Konkurrenz nicht: Fahrzeuge wie der Honda Micro Commuter versuchen, ähnliche Marktnischen zu besetzen. Bedenkt man jedoch, wie schnell und verheerend der Verkehrsinfarkt in den heutigen Ballungszentren voranschreitet, kann die wünschenswerte Anzahl an kleinen und sauberen Stadtautos gar nicht hoch genug sein.

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